Kategorie-Archiv: Lesen

Buchtipps Juli-September 2014

Hier einige gesammelte Buchtipps der letzten Zeit:

1. Brilliance (Marcus Sakey) – Teil 1 der Brilliance-Saga
Der deutsche Titel ist „Die Abnormen„. Ich bin beim Stöbern im Amazon-Shop darüber gestolpert, der „Klappentext“ las sich spannend: Im fiktiven Jetzt ist 1% der Weltbevölkerung sogenannte „Brilliants“ (ins Deutsche eher unschön mit „Abnorme“ übersetzt), die über besonders ausgeprägte Fähigkeiten in einem bestimmten Bereich z.B. der Wahrnehmung oder Geistesleistung verfügen: Der eine kann die Bewegungen seiner Mitmenschen sehr gut interpretieren und ihre nächsten Aktionen „voraussehen“, ein anderer erkennt sehr gut Muster in Datenmengen und ist zum Beispiel in der Lage, die Börsenkurse zu prognostizieren. Ein Teil dieser Begabten setzt diese Fähigkeiten für den eigenen Nutzen oder für kriminelle Aktivitäten ein, andere arbeiten diesseits der Legalität an der Bekämpfung eben jener Kriminellen. Das Buch beschreibt aus der Sicht eines „brillianten“ Profilers die Jagd nach dem strategischen Superhirn, das Anschläge verübt und an der Weltherrschaft arbeitet.
Einmal angefangen fiel es mir schwer, mit dem Lesen aufzuhören, die Handlung wirkt sehr durchdacht und zeichnet ein realistisches Bild der Welt, wie sie unter den gegebenen Umständen aussehen könnte. Ich bin dann auch gleich weiter zum Titel

2. A better world (Marcus Sakey) – Teil 2 der Brilliance-Saga,
der die begonnene Geschichte nahtlos fortsetzt und ebenso faszinierende Handlungswendungen beinhaltet wie Buch 1 der Saga. Ich kann kaum über den Inhalt schreiben, ohne das Ende des ersten Teils vorwegzunehmen, daher sei nur gesagt, dass ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung warte…

3. Born to run (Christopher McDougall)
Hier geht es um das Laufen des Menschen, als Sport und als Fortbewegungsart. Ein Journalist, selbst Hobby-Läufer, erfährt von einem sagenumwobenen Volk Mittelamerikas, das über erstaunliche läuferische Fähigkeiten verfügen soll. Seine Recherche führt ihn von verschiedenen Lauftechniken über das Für und Wider moderner Laufschuhentwicklung, Ernährungsweisen und mentale Stärke hin zum Geheimnis der Tarahumara, jenem Stamm der Läufer aller Läufer. Er lernt faszinierende Persönlichkeiten der Ultra-Marathon-Szene kennen, beschreibt ihre (manchmal leidvollen) Erfahrungen und destilliert daraus, was das Laufen wirklich ausmacht.
Ich habe viel Neues erfahren, mir wurde eine bisher eher unspannende Sportart auf eine Weise nähergebracht, die mich zwar nicht zum begeisterten Läufer tranformiert, mich aber die Leistungen Einzelner und das Laufen an sich besser verstehen und respektieren lässt.

4. Eat to run (Scott Jurek)
Der Autor ist eine der Persönlichkeiten, die im Buch „Born to Run“ beschrieben werden. Das Buch ist im Prinzip eine Autobiographie, angereichert mit Tipps für eine sportartfördernde Ernährung, die sich Scott Jurek selbst im Laufe der Jahre erarbeitet hat. Ich habe sowas ähnliches erwartet wie im Buch davor, leider wirkt auf mich das Vermengen der beiden Themen (Das Leben als Läufer und Kochrezepte) etwas aufgesetzt und manchmal predigend.