Was der Kürbis alles kann

Herbstzeit bedeutet unter anderem, dass die Supermärkte Berge von Kürbissen (Kürben? Kürbanten?) aufbauen, mit denen man dann die tollsten Sachen machen kann. Wir haben in den vergangenen Herbsten (ja wirklich: die Herbste!) vor allem mit dem mir früher unbekannten, inzwischen mainstreamigen Hokkaido sehr gute und leckere Erfahrungen gemacht. Diese sind im einzelnen:

Kürbis-Pesto-Happen

Hierfür wird ein halber ausgehöhlter Kürbis in 2-3 Zentimeter große Würfel geschnitten, hilfreich ist später eine einigermaßen waagerechte Oberseite. Dann breitet man die Stücke auf einem Blech mit Backpapier aus und beträufelt sie zuerst mit etwas Olivenöl und dann mit Basilikumpesto. Nun werden die Stücke bei 200 Grad für 20-25 Minuten im Ofen gebacken.

Die kleinen Snacks kann man warm und kalt genießen, die gehen echt gut weg.

Ofengemüse

Siehe hier: Aus zwei mach eins, das geht super zusammen mit Kürbisstücken.

Kürbis-Suppe

Hierfür habe ich einen halben Kürbis (ca. 600 Gramm) zusammen mit zwei bis drei Stangen Sellerie, zwei Karotten (gern die lila Variante), etwas geriebenem Muskat und einem daumengroßen Stück Ingwer in einen großen Topf gegeben, je 200 ml Wasser und Kokosmilch aufgegossen und für 30 Minuten gekocht. Dann das ganze mit dem Pürierstab zu einer cremigen Suppe zerkleinern und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am nächsten Tag war die Suppe gut durchgezogen und schmeckte noch ein bißchen besser.

Kürbis-Risotto

Das Rezept hier habe ich nachgekocht, dabei den Wein durch extra Butter ersetzt und wirklich Kelle für Kelle die Brühe hinzugefügt. Rausgekommen ist jedesmal ein tolles Risotto.

Lecker, Herbstlich und wärmt von Innen: Rezept für Kürbisrisotto

Geröstete Kürbiskerne

Die Kürbiskerne habe ich bisher immer weggeworfen, diesen Herbst packte mich die Experimentierlust und ich habe nach Verwendungen gesucht. Das Vorgehen für würzige Kürbiskerne:

Die Kerne müssen nach dem Aushölen vom Fruchtfleisch befreit werden. Das ist etwas mühsam, geht ganz gut in einer Wasserschüssel mit den Händen. Dann werden sie über Nacht in Salzwasser eingelegt. Am nächsten Tag wird das Wasser abgegossen, die Kerne abgespült und auf einem Küchentuch zum Trocknen ausgelegt, das kann gut einen Tag dauern.

Ich habe dann in einer beschichteten Pfanne etwas hitzetaugliches Olivenöl erhitzt, und zwar auf Stufe 7 von 9 unseres Herds. Wenn das Öl zu heiß ist, werden die Kerne außen schnell schwarz und rösten nicht richtig. Daher etwas Geduld mitbringen und umrühren, dann werden die Kerne gleichmäßig goldbraun. Irgendwann fangen sie an, wie Popcorn zu knallen, ein Deckel oder flaches Sieb hilft gegen umherfliegende Stücke.

Ist die gewünschte Farbe erreicht, können die Kürbiskerne auf Küchenkrepp ausgebreitet werden, um evtl. überschüssiges Fett aufzunehmen. Jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt zum Würzen, ich habe Salz aus der Mühle drübergestreut und ein wenig Chilipulver.

Das Ergebnis ist ein überraschend leckerer Snack geworden.

Aus zwei mach eins

Meine Mutter macht aus verschiedenen Wurzelgemüsen (bunte Karotten, Kartoffeln, bunte Bete, Kohlrabi usw.) ein ganz hervorragendes Gericht, welches wir schlicht Ofengemüse getauft haben. Weil es genau das ist.

Und so gehts: Alles in mundgerechte Stücke schneiden, in einer Marinade aus Öl, Salz, Rosmarin und/ oder anderen Gewürzen schwenken oder einfach drübergießen, ab auf ein Ofenblech und bei 175-200 Grad je nach gewünschter Al-Dente-igkeit 25 bis 35 Minuten warten. Dazu schmeckt ein Kräuterquark oder ein selbstgemachter Dip aus Joghurt, Öl und Gewürzen.

Wir haben das ganze etwas abgewandelt und daraus unseren Quinoa-Gemüse-Salat gemacht, nämlich einfach ein Paket Quinoa (200g) kochen und unter das Gemüse heben. Für die frische Note gerade im Sommer geben wir dann noch Gurkenstücke oder -scheiben dazu, getrocknete oder frische Tomate geht auch gut, und wer mich kennt, wundert sich nicht, wenn er auch mal auf ein paar Erdbeerstücke beißt.

Ein perfekter Sommerdrink

Die sonnige Jahreszeit bringt in Deutschland ja immer auch ein paar kulinarische Verführungen mit sich, da lachen einem dann beim Obsthändler Nektarinen, Pfirsiche, Erdbeeren, Kirschen und anderes entgegen. Man kann garnicht soviel davon essen wie man möchte (und deshalb gekauft hat). Gerade bei Wassermelonen isst das Auge dann leider nur sprichwörtlich mit, der Magen und der Appetit kapitulieren gern mal, und im Kühlschrank liegt eine halbe Melone und macht ein schlechtes Gewissen. Doch fürchtet euch nicht, hier kommt die Lösung:
Man nehme das Fleisch einer viertel Melone, füge es mit ca. 100-200ml Wasser in einen Mixer, gebe eine Nektarine, Mango oder einen Pfirsich hinzu und püriere das ganze für etwas 30 Sekunden. Wenn vorhanden, gern auch 6-8 Eiswürfel. Das ganze ergibt dann ungefähr einen Liter köstliches Kaltgetränk, man soll ja eh viel trinken an heißen Sommertagen, und im Kühlschrank ist auch wieder Platz. Cheers!

Das Dach ist wieder zu

Nach etwas mehr als acht Jahren habe ich heute meinen Mazda MX-5 verkauft. Anfangs sah es nicht so aus, als würden sich viele dafür interessieren, in den einschlägigen Portalen wurde er zwar angesehen, aber geschrieben hat mir niemand. Ich war schon fast soweit, ihn meistbietend an einen Händler zu vergeben, aber irgend etwas hat mich abgehalten. Stattdessen ging er dann nach einer Weile (und einer ordentlichen Preissenkung) an einen jungen Mann, der das Auto mit etwas Zeit und Geld wieder in ein Schmuckstück verwandeln möchte.

Denn das war er zum Schluss leider nicht mehr: kaputtes Verdeck, schlecht reparierter Rost am Schweller, Steinschlag und Parkrempler haben ihre Spuren hinterlassen. Ich muss mir auch eingestehen, dass ich ihn hätte besser pflegen und warten können. Doch ich war nie das, was ich lange Zeit selbst etwas abwertend als Autonarr bezeichnet hätte. Der Wagen selbst war schon ein kleines Stück Unvernunft, ich wollte mich nicht auch noch in häufiges Waschen, regelmäßige Wartung und Recherche für Werterhalt hineinsteigern. Ein Auto war für mich ein Fortbewegungsmittel, ein Ding das mich von A nach B bringt. Lange Zeit war mir nicht so explizit bewusst, dass die Art und Weise, wie es das tut, den Unterschied ausmacht. Denn auch mit meinem Golf bin ich früher zum Beachvolleyball oder in den Urlaub gefahren. Doch erst auf der Landstraße statt Autobahn, mit offenem Verdeck statt Klimaanlage wurde der Weg zum Teil des Ziels.

„Ein Auto bedeutet Freiheit“

Was ich lange Zeit für klischeebeladene Rechtfertigung eines Bedürfnisses nach Statussymbolen gehalten habe, kann ich rückblickend nur noch bestätigen. Und ich kann sagen, mir diese Erkenntnis selbst erfahren zu haben. Ein paar Dinge die ich mit meinem Roadster erlebt habe:
– meiner großen Liebe die Beachanlagen Berlins gezeigt
– Sternschnuppen gucken mit offenem Dach
– Schritttempo auf der Autobahn wegen Starkregen
– Fahrsicherheitstraining inklusive Vollbremsungen, Slalomparcour, Pirouetten, Drifts
– ein Greifvogel im Sturzflug 10 Meter vor uns auf der Landstraße
– Driften auf schneeglattem Kopfsteinpflaster
– mit Wasser in beiden Schwellern von Berlin nach Timmendorfer Strand und zurück
– Tank komplett leergefahren (dadurch weiß ich, es passen knapp über 48 Liter rein)
– im zweiten Gang mit Vollgas in eine Kurve und fast rausgeflogen (ganz knappe Geschichte glaube ich)
– 193 auf dem Tacho, bergab und mit Rückenwind
– wunderschöne Touren auf Landstraßen (z.B. Zinnowitz, Bremen, Warnemünde, Sächsische Schweiz)
– Testflüge für die ILA auf der Autobahn beobachtet
– mit offenem Dach bei Regen gefahren und nicht nass geworden
– einem jungen Mann mit wenig Geld eine Freude gemacht

Nu isser weg. Hab eine Träne verdrückt. Ich bin froh, all diese Erfahrungen gemacht, und stolz, sie mir mit dem Kauf des Autos selbst erlaubt zu haben. Mit dem letzten Blick auf die Rücklichter endete eine Lebensphase, und eine neue beginnt.

Geräte aus der Hölle

Seit einigen Monaten war das folgende, unglaublich nervende Phänomen zu beobachten:
Zu Zeit des normalerweise tiefsten Tiefschlafs, so gegen fünf Uhr morgens, kam von irgendwoher ein typisches Digitalwecker-Gepiepe. Es dauerte ungefähr (bzw. wahrscheinlich ziemlich genau) 30 Sekunden an. Genug Zeit also, um es mitzubekommen, es zu verfluchen, dadurch richtig wach und ärgerlich zu werden. Leider nicht genug Zeit, um es verlässlich orten zu können.

Zuerst hatte ich natürlich eigene Uhren im Verdacht: Mein Aufwachlicht kam eigentlich nicht in Frage, wurde aber kritisch untersucht. Dann meine selten genutzten Armbanduhr, die ich eigentlich nur im Vibrationsbetrieb verwende, wenn ich mal wach werden muss, ohne meine bessere Hälfte zu stören. Beides Fehlanzeige.

Als nächstes nahm ich die Nachbarn über und unter uns ins Visier. Beide waren sehr freundlich und glaubhaft ahnungslos. Ein kurzes Gespräch mit dem Hausmeister lenkte den Fokus kurz auf die automatische Heizung, aber das konnte ja nun eigentlich nicht sein. Verwirrend war, dass es anscheinend nicht jede Nacht piepte und außerdem die Piepzeit sich stetig nach vorn verlagerte und inzwischen (also nach gut sechs Monaten) bei 20 nach vier lag. Wie bei einer Uhr, die zu schnell geht und jeden Tag ein paar Sekunden gewinnt.

Bei unserer aktuellen Aufräumaktion a.k.a. Frühjahrsputz fiel mir aus einer Schrankecke eine Papiertüte mit Apothekenzeugs entgegen, Probepackungen Handcreme, Flyer für Hustenbonbons und so was. Dabei war auch ein unscheinbares weißes Schächtelchen, dass ich noch nie gesehen hatte. Darin befand sich: Ein Reisewecker der Marke Werbegeschenk, mit aktiviertem Alarm. Ich konnte es noch nicht so richtig fassen und stellte die Weckzeit auf sofortige Auslösung. Es piepte so wie des Nachts in den letzten 6 Monaten. Heureka.

Meinem ersten Impuls, der unmittelbaren und endgültigen Destruktion, widerstand ich nur mühsam, um noch ein Vorher-Foto erstellen zu können. Inzwischen hat das Gerät seine gerechte Bestrafung erfahren.

werbewecker

Leckerer Brotsalat (mir ist einfach kein besserer Titel eingefallen)

Manchmal ist noch ein Rest des besten Brots der Welt da, jedoch gerade kein Appetit auf Käse, Hummus oder Avocadocreme. Für diese Fälle haben wir uns den weltbesten Brotsalat ausgedacht.

Brotsalat

Und der geht ganz einfach so:

  • eine Auflaufform mit der gewünschten oder verfügbaren Menge Brotwürfel füllen
  • dazu Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden, z.B.
    • Zucchini
    • Champignons
    • frische und/ oder getrocknete Tomaten
    • Paprika
  • darüber eine Salatvinaigrette gießen, z.B. aus
    • Olivenöl
    • Balsamico-Essig
    • Salz und Pfeffer
  • zum Schluss je nach Geschmack noch ein paar Feta-Würfel oben drauf
  • dann bei 170° für 20-30 Minuten in den Ofen (z.B. bis der Feta goldgelb wird, oder Du meinst, dass Du jetzt lange genug gewartet hast.)

Dazu kann man noch Kräuterquark oder einen anderen Dip hinstellen. Guten Appetit!

Bastelprojekt Wanddisplay – Teil 3 – Musike

Einer der ersten Einsatzzwecke des Wanddisplays war das Zuspielen von Musik in Räume, in denen kein Radio steht. Dazu bediente ich mich begeistert erst eines, inzwischen zweier Ultimate Ears Boom, den vielseitigen bluetooth-fähigen Lautsprechern. Die Vorteile dieser Geräte sind kräftiger Klang, lange Akkulaufzeit (15 Stunden bei normaler Lautstärke) und die Robustheit. Zunächst kamen sie vor allem am Strand zum Einsatz, mittlerweile steht immer eine im Badezimmer, die andere wird gern mal zum Wäscheaufhängen, Kammeraufräumen oder auf den Balkon mitgenommen.

Das Einrichten ist denkbar einfach, Bluetooth am Tablet und die Box einschalten, pairen und fertig. Die zuletzt verwendete Verbindung wird automatisch wiederhergestellt, vor allem morgens sehr praktisch. Auch die Stereoanlage habe ich inzwischen erschlossen, mit dem Philips Bluetooth Adapter. (Audiopuristen, die nun wegen Bluetooth-Kompression, Digital-zu-Analog-Wandlung und anderem Kram die Nase rümpfen, sag ich: macht doch!)

Als Musikquelle kommt die RadioEins-App zum Einsatz und seit Neuestem auch Amazon Music mit dem umfangreichen Musikkatalog, den man als Prime-Kunde nutzen kann.

 

Mein Fotoworkflow mit NAS und Tablet

Digitalkameras haben zu einem faktischen Verschwinden der variablen Kosten für eine einzelne Fotoaufnahme geführt. Will man später was in der Hand haben, ist das natürlich anders, aber das reine Fotografieren kostet: nichts (OK, bis auf etwas Strom, die Abnutzung der Kamera und der Speicherkarte, aber… ernsthaft?)

Das Problem

Die Folge davon ist natürlich nach jedem Urlaub ein Berg neuer Bilder, zuerst auf der Speicherkarte, dann auf der Festplatte. Und bis auf wirklich sehr disziplinierte Zeitgenossen setzt sich wohl keiner direkt nach der Rückkehr an den PC und sichtet seine Fotos. Und dann ist ganz schnell der nächste Urlaub oder ein anderes Ereignis da. Festplattenspeicher ist günstig, im Consumer-Fotobereich (keine RAW- oder 40 Megapixel-Bilder) unbegrenzt vorhanden bzw. erweiterbar, was liegt da näher als das mühsame Sortieren auf später zu verschieben.

Ist dieses „Später“ dann mal ran, macht es immer noch keinen Spaß, sich am Rechner mit der Maus von Bild zu Bild zu klicken und jedes Löschen auch noch zu bestätigen. Auf diese Art schaffe ich vielleicht 300 Bilder, bevor ich keine Lust mehr habe und auf das nächste Später warte…

Mein heimisches Technik-Setup mit Synology-NAS, Panasonic Lumix DMC-LF1, Acer Iconia Tab als Wanddisplay und Samsung S4 mini ist eine tolle Basis für meinen

Foto-Workflow

fotoworkflow

Software

Dafür benötige ich folgende Programme und Apps:

  • SyncMe Wireless (zum Bewegen von Bilddateien zwischen Endgerät und NAS)
  • Synology Cloudstation (zum Synchronisieren von Ordnern auf PC und NAS)
  • Snapseed (Bildbearbeitung mit intuitiver Bedienung)

Neue Fotos

Auf der Netzwerkfestplatte (im Folgenden auch einfach NAS genannt, steht in der Abstellkammer) habe ich mir einen Ordner /neueBilder eingerichtet.

Dorthin kopiere ich mit der WLAN-Funktion meiner kompakten Lumix-Kamera die Bilder, die ich behalten möchte (oder einfach alle neuen, z.B. von einem Urlaub).

Von meiner Canon Spiegelreflex-Kamera geht das leider noch nicht ganz so komfortabel, da muss der gute alte USB-Cardreader ran…

Per automatischem SyncMe-Job wird regelmäßig der Inhalt dieses Ordners auf das Tablet übertragen, die Bilder stehen dort zur Nachbearbeitung bereit.

Archiv Sortieren

Mit der Software Synology Cloudstation kann ich beliebige Ordner auf dem PC in das NAS synchronisieren, praktisch eine Sicherheitskopie erstellen. Die Bilder sind schon in Ordnern nach Jahren und Anlässen (z.B. 2013/Spanien ) vorsortiert (das kriege ich nach dem Urlaub gerade so hin…)

Ein SyncMe-Job spielt nun die Fotos eines Jahres auf mein Handy (oder aufs Tablet). Dort kann ich sie mit der Android-Bildergalerie (oder einer anderen App) betrachten und unscharfe oder doppelte Bilder einfach löschen.

Bin ich mit einem Jahr fertig, stoße ich die Synchronisierung erneut an, so dass auch auf dem NAS die schlechten Bilder gelöscht werden.

Nachbearbeitung

Mit Snapseed kann ich ausgewählte Bilder zuschneiden, retuschieren und das Ergebnis als neues Bild auf dem Tablet in einem Ordner speichern. Dieser Snapseed-Ordner wird mit SyncMe regelmäßig zurück auf das NAS gespielt.

Beste Bilder

Besonders gelungene Bilder speichere ich im NAS-Ordner /besteBilder. Ein SyncMe-Job speichert sie dann regelmäßig auf Handy und Tablet, so dass ich z.B. Freunden einen Eindruck vom letzten Urlaub geben kann.

Außerdem stehen alle Bilder auf dem NAS natürlich auch am PC zur Verfügung, z.B. zum Einbinden in dieses Blog.

Verglichen mit den Mausklick- und Tastaturorgien fühlt sich diese Fotobearbeitungskette weniger wie Arbeit an. Besonders das Sortieren des Archivs ist nun eine Aufgabe, die man bequem während einer Bahnfahrt oder anderer Slacktime erledigen kann (statt nur CandyCrush zu spielen).

Bastelprojekt Wanddisplay – Teil 2 – Das Setup für einen guten Morgen

Montage

Schließlich war die XFlat Wandhalterung da und es galt, einen geeigneten Platz zum Aufhängen zu finden. Die Kriterien waren offensichtlich: gute Sichtbarkeit und Bedienbarkeit, ohne zu stören, und natürlich ein Stromanschluss in der Nähe. Zum Glück gibt es genau so einen Ort in unserem Flur. Die Montage war denkbar einfach: Loch bohren, Dübel rein, den runden Halter festschrauben, Tablet in den Rahmen einspannen und auf den Halter setzen. Sieht schick aus.

Dazu habe ich ein weißes USB-Ladekabel in der richtige Länge gekauft und einfach von der Steckdose am Türrahmen entlang zum Tablet verlegt. Unterputz in einer Mietwohnung war mir nix und mit Kabelkanälen sähe es auch nicht besser aus.

Alle paar Tage nehme ich das Gerät mal vom Strom und lasse es fast leerlaufen, um den Akku auch mal zu beschäftigen.

Konfiguration

Aufräumen

Zusätzlich zu den Apps für die Grundfunktionen (siehe Teil 1) habe ich mir GSam Battery installiert, um Stromfresser-Apps zu finden und zu entfernen. Viele überflüssige vorinstallierte Apps sind rausgeflogen, welche genau weiß ich nicht mehr, das ist ja Geschmackssache und bleibt deshalb dem Leser überlassen.

Automatisieren!

Als nächstes habe ich mit LLama einige Regeln eingerichtet, die das Verhalten zu Standardzeiten bestimmen:

  • An Wochentagen morgens zwischen 7.30 und 9 Uhr wird das Display ein- und das Stromspar-Timeout ausgeschaltet. So muss man nicht jedesmal den Einschalter betätigen, um auf den Kalender zu sehen
  • Um 9 geht das Display wieder aus, auch Bluetooth wird deaktiviert.
  • Nachts brauche ich meist kein WLAN, morgens soll aber genug Zeit für Updates der Nachrichten, Wetter usw. sein. Daher schaltet die tägliche Regel das WLAN zwischen 23 und 6 Uhr aus.

Den Kalender, das Wetter und die Nachrichten habe ich mir in den Widgets konfiguriert, das ist ziemlich einfach. Auf die Seiten links und rechts des Homescreens und unten in die Schnellstartleiste habe ich mir Apps und Widgets gelegt, die ich oft brauche: einen Webbrowser, Öffi, Carsharing-Apps, Musik-Apps.

Guten Morrrrrrrrrgen, Berlin!

Wenn ich nun morgens aufstehe, leuchtet mir das Tablet auf dem dunklen Flur entgegen. Ich sehe das Wetter und anstehende Termine auf einen Blick. Ich habe seitdem nie wieder vergessen, meine Umweltkarte auszutauschen.

Auf dem Weg zur Dusche schalte ich die RadioEins-App und Bluetooth ein, im Bad verbindet sich die UE Boom automatisch und ich höre Musik und Nachrichten. Alternativ kann ich auch die Amazon-Music-App mit einer meiner Playlists starten und mich mit meiner Lieblingsmusik beschallen lassen.

Falls ich vergesse, die Musik auszuschalten, deaktiviert Llama die Verbindung um 9 Uhr, kurz danach geht dann auch der Lautsprecher aus.

Ein tolles Feature ist die Google-Sprachsuche, mit der sich prima unbekannte Adressen  und die schnellsten Verbindungen dorthin finden lassen. Öffi zeigt mir aktuelle Abfahrten von den nahegelegenen Haltestellen an.

Und nun?

Nachdem das alles so gut lief, kamen weitere Ideen dazu, wie z.B. Fotobearbeitung auf dem Tablet und Interaktion mit dem NAS von Synology. Dazu bald mehr.

Meine Damen und Herren: Das Brot

Bei unserer Umstellung auf glutenfreie Ernährung ist ein regelmäßiger Bestandteil von Frühstück und Abendessen plötzlich weggefallen. Vollkornbrot mit Quark und Tomate, Mischbrot mit Käse oder auch mal eine Schinkenstulle waren relativ schnell Geschichte. Obwohl die Alternativen am Morgen (Smoothies) oder am Abend (Kartoffel-Montag) guten Ersatz boten, war der gelegentliche Jieper nach einem lecker gebackenen Brot nicht zu unterdrücken. In verschiedenen Iterationen versuchten wir immer mal wieder Ersatz Zutaten_Koernerbrotzu schaffen, doch der wahre Jakob hielt sich lange verborgen.

Und dann brachte eine Freundin eine Brotmischung aus Dänemark mit,  das Steinalder Brød. Im wesentlichen eine Tüte mit verschiedenen Körnern (s.u.), man gab nur Eier und Salz dazu. Dieses Brot ist eine Offenbarung.

Leider standen in der Backanleitung keine Mengenangaben für die Körnermischung. Also bewaffnete ich mich eines Abends mit allem, was wie ein Sieb aussah oder so funktionierte. Und dann habe ich über eine Stunde Samen und Körner gezählt. Am Ende wussten wir ziemlich genau, wie sich unser Lieblingsbrot zusammensetzt:

  • 145g Sonnenblumenkerne
  • 80g Sesamkörner
  • 100g Leinsamen
  • 20g Cashewkerne
  • 30g Mandeln
  • 70g Kürbiskerne
  • 25g Chia-Samen
  • 40g getrocknete Feigen
  • 4 Eier
  • 1 TL Salz
  • optional etwas Öl (1EL)

Das ganze wird in einer Schüssel gut verrührt und in eine Kastenform gegossen, die voKoernerbrot_fertigrzugsweise mit Backpapier ausgelegt ist. Bei 150°C im Umluftherd ist das Prachtstück nach einer Stunde fertig, man soll es 10min abkühlen lassen und dann aus der Form nehmen. Köstlich.

Inzwischen haben wir einige Varianten ausprobiert, die Hälfte der Feigen durch Rosinen ersetzt, Haselnüsse mit Mandeln gemischt, statt Früchte getrocknete Tomaten und Oregano untergemischt, beim Schreiben dieses Eintrags bin ich noch über eine Abwandlung mit Walnüssen gestolpert, es war immer fantastisch. Mehr kann ich dazu nicht sagen.